30 January
2007

Ohne Worte

- der Film dann schon.

Ich, damals im Quatsch Comedy Club, als Hotelblogger bei "Cindys Talentschmiede": klick.


Ach ja:









Posted by cpachter at 15:36 | Comments (274) | Trackbacks (0)
10 January
2007

Kuckuck!

Ich bin's wieder!

Lieber Leser,

da bin ich wieder! (Den Gruß für die lieben Leserinnen hole ich nächste Woche nach. Und den für unliebe Leserinnen und Leser spare ich mir gleich ganz!)

Warum war dieses Blog so lange nicht erreichbar? Nun, dafür gab es drei Gründe, die in unglücklicher Kombination aufeinander trafen.

Zum einen stand die gesamte cp8r.de-Seite unter Beschuss durch irgendwelche Script-Kiddie-Attacken. Das allein wäre nicht weiter schlimm gewesen, aber die Server-Hardware, auf der cp8r.de damals noch lief, hatte ihre besten Zeiten auch schon zur Jahrtausendwende (und ich meine nicht die unechte Jahrtausendwende, sondern die "echte" von 1999 zum Jahr 2000!)

Dazu kam noch, dass das Content-Management-System, auf dem cp8r.de lief, viel Arbeitsspeicher beanspruchte. Und zwar umso mehr aufgrund der Script-Kiddie-Attacken. Das alles in Kombination mit alter Hardware (sprich: einem recht lahmen Prozessor und wenig Arbeitsspeicher) sorgte dafür, dass der Server die letzten drei Monate einfach sagte: "Nö, für cp8r.de habe ich jetzt keine Ressourcen mehr frei. Viel Spaß noch mit der Fehlermeldung!"

Nu is aber alles besser, schöner und umgezogen auf eine neue Serverfarm, und deshalb bin ich wieder da. Das alte Blog wurde auch hierher portiert und fast alles scheint zu funktionieren. Na gut, kommentieren kann man noch nicht, aber das werden wir auch noch hinbekommen.

Da bin ich ganz sicher.

Current Mood: Schon wieder wieder da!


Posted by cpachter at 13:45 | Comments (229) | Trackbacks (0)
12 October
2006

Generationskonflikt

Gerade eben am Handy Gespräch mit meiner Mutter:

Ich: "Hallo, Mutti."

Mutti: "Hallo....(lauter) was?"

I: "Warum schreist du 'Was' in den Hörer?"

M: "Weil ich dich nicht verstanden habe."

I: "Ich habe ja auch noch gar nichts gesagt."

M: "Doch. Du hast 'Hallo, Mutti' gesagt."

I: "Wenn du das verstanden hast, warum fragst du dann 'Was?' ???."

Current Mood: Wieder da.


Posted by cpachter at 13:21 | Comments (233) | Trackbacks (0)
07 October
2006

Versicherungsbetrug

- aber ich war's nicht!

Es gibt eine Geschichte, die mich dazu bewegt hat, dieses Blog wieder in Betrieb zu nehmen. Ich muss sie nämlich unbedingt loswerden, finde aber keinen Vorwand, um sie irgendwie beim Hotelblogger unterzubringen.

Es geht um einen Versicherungsbetrug. Diesmal aber von der anderen Seite. Eine Versicherung hat betrogen. Skurrilerweise sich selbst.

Die Geschichte begann dieses Jahr im Juni. Ich erhielt die neue Jahresbeitragsrechnung für meine Hausratversicherung. 150 Euro sind ein ganz schöner Stiefel für einen Studierenden, daher fragte ich mich, ob ich das nicht auch billiger haben könne. Weil es nichts bringt, mich selbst zu fragen, rief ich die Versicherungsagentur an, die den Vertrag vermittelt hatte, und fragte die, ob ich nicht nur mein Zimmer und die Gemeinschaftsräume in meiner WG versichern könnte anstatt aktuell die kompletten 108 Quadratmeter der Wohnung. Momentan zahle ich meine Versicherungsprämie de facto nämlich auch für die Zimmer meiner beiden Mitbewohner, obwohl mich nicht interessieren muss, wenn deren Zeugs kaputt geht. Schon gar nicht, wenn ich dafür extra blechen muss.

Die Dame am Telefon sagte mir, es sei nicht möglich, nur einen Teil einer Wohnung zu versichern, aber sie werde trotzdem bei der Versicherung nachfragen, ob diese mir bessere Konditionen anbieten könne.

Ein Angebot kam dann auch bald per Post. Und es war tatsächlich besser - jedenfalls für die Versicherung. Statt 150 sollte ich jetzt nämlich 170 Euro jährlich zahlen! Ich lachte kurz über diesen Brief, suchte mir aus dem Internet schonmal neue Hausratversicherungen raus (welche für 30 bis 40 Euro im Jahr) und aus meinen Vertragsunterlagen die Kündigungsfristen. Ich stellte fest: leider würde ich meine aktuelle Versicherung erst nächstes Jahr im Juli loswerden.

Dann kam vor ca. zwei Wochen noch einmal Post. Diesmal war es eine "Erstbeitragsrechnung"! Die Versicherung tat einfach so, als sei ein neuer Vertrag mit den für mich ungünstigeren Konditionen zustande gekommen. Ich wusste bis dahin gar nicht, dass ein Angebot als angenommen gilt, wenn man es nicht explizit ablehnt.

Das Schöne an Versicherungen ist aber, dass sie bei Vertragsänderungen (hier: Änderung des Tarifes) nicht einfach den bestehenden Vertrag ändern, sondern meistens das alte Versicherungsverhältnis aufheben und nahtlos durch ein neues ersetzen (mit neuer Police, neuer Vertragsnummer und den geänderten Konditionen). Das bedeutet: ich erhielt mit der Post nicht nur Police und Rechnung zu der neuen, überhaupt nicht zustande gekommenen Hausratversicherung, sondern auch eine versicherungsseitige "Aufhebung" der alten Hausratversicherung! Das Versicherungsunternehmen erklärte darin, dass Vertragsverhältnis sei rückwirkend zum 16.09.2006 aufgelöst und das Guthaben aus dem bereits bis Juni 2007 gezahlten Versicherungsbeitrag würde mir gutgeschrieben werden.

Natürlich meinte die Versicherung damit nur, dass meine bereits gezahlte Kohle auf die zu entrichtenden Beiträge für die "neue", nicht gültige Police angerechnet werden solle. Das konnte mir aber herzlich egal sein. Ich schrieb der Versicherung, dass ich die neue Rechnung und überhaupt alles rund um die neue Hausratversicherung nicht akzeptieren würde, da man mir vorher bitte erst erklären müsse, wodurch dieser Vertrag zustande gekommen sein soll, wenn ich nie etwas unterschrieben habe. Weiterhin teilte ich mit, dass ich auch die Aufhebung der alten Versicherung erhalten habe, machte klar, dass diese unabhängig vom gescheiterten Neuvertrag vollen juristischen Bestand habe, und setzte eine Frist von 10 Tagen, um das benannte Guthaben auf mein Konto zu überweisen.

Ehrlich gesagt hätte ich gedacht, dass mir die Versicherung darauf antwortet, das sei doch alles nur ein Versehen gewesen, man wolle das alte Versicherungsverhältnis beibehalten etc. Das hätte mir gar nicht gefallen, gab mir dieser Fehler doch Gelegenheit, ohne einjährige Kündigungsfrist unmittelbar jetzt aus der viel zu teuren Versicherung auszusteigen.

Und tatsächlich - heute war ein Scheck in der Post über die Summe des Guthabens aus dem alten Vertrag! Die Versicherung hat offenbar eingesehen, dass sie bei mir Murks gemacht hat, den sie vor keinem Gericht dieser schönen Republik als einfaches Missverständnis durchbekommen würde, und lieber wirklich auf alles verzichtet. Sich mit dieser Aktion also schön selber über den Tisch gezogen.

Aber weil die Versicherung am Ende der Geschichte so schnell und unkompliziert geschaltet hat, verzichte ich darauf, hier den Namen des Unternehmens zu nennen, das offenbar nicht mal in der Lage war, vor dem Absenden eines Angebotes an mich die neuen Konditionen wenigstens einmal mit denen meines bestehenden Vertrages zu vergleichen. Auch die zwischengeschaltete Versicherungsagentur mit Sitz in Hamburg, die dieses vollkommen beknackte Angebot ohne nochmalige Prüfung einfach an mich durchgereicht hat (O-Ton: "Die zuständige Kollegin war im Urlaub!"), soll unerwähnt bleiben, auch wenn sie unter Beweis gestellt hat, dass das Eingehen auf den Kunden als Individuum hier nur stark suboptimal verlaufen ist.

Ich freue mich nämlich viel zu sehr über das kurzfristige Loswerden der überteuerten Versicherung und den unerhofften Geldsegen.

Current Mood: eindeutig Glück gehabt!


Posted by cpachter at 15:58 | Comments (222) | Trackbacks (0)
24 August
2006

Verabschiedung mit Tam-Tam!

Nach dem voran gegangenen Abschied mit Morgenlatte nun noch ein Abschied. Ich verabschiede mich einfach mal ganz. Und zwar aus und von diesem Blog.

Es ist einfach unmöglich, parallel zwei Blogs zu führen. Okay, eigentlich ist es schon möglich. Und es macht auch Spaß, sein eigenes Leben zu dokumentieren. Aber wenn man das ganz alleine machen muss, dann bleibt einfach keine Zeit mehr für das Leben, über das man berichten will. Ein eklatanter Widerspruch.

Deshalb habe ich beschlossen, dass ich nur eines meiner beiden Blogs weiterführen werde. Die Entscheidung, welches das sein sollte, fiel mir nicht schwer: dieses hier ist zwar abwechslungsreicher, aber das andere, www.hotelblogger.de, hat mit weniger Aufwand fünfmal so viele Besucher und generiert x-fach mehr Kommentare!

Ich weiss, dass hier viele mitlesen, aber Ihr hättet Euch halt auch mal die Mühe machen sollen, den einen oder anderen Kommentar zu hinterlassen. Nur dann ist ein Blogger wirklich glücklich.

Und wer aus meinem Bekanntenkreis hier immer nur mitgelesen hat, um zu gucken, was ich gerade so treibe, der kann mich auch gern mal wieder anrufen. Rechts im Impressum steht meine Telefonnummer und wenn Ihr einen Festnetzanschluss habt, dann könnt Ihr mit der Webseite www.peterzahlt.de sogar ganz umsonst bei mir anrufen. Ich habe es getestet, Peter zahlt tatsächlich!

Wer mich ganz in freier Wildbahn erleben will, dem möchte ich abschliessend noch ans Herz legen, sich mir am 1.9.2006 im Keller des Berliner Friedrichstadtpalastes als Publikum gegenüber zu setzen. Dann werde ich in der Berliner Dependance des Quatsch Comedy Club im Rahmen von Ediths bzw. Cindys Talentschmiede auftreten.

Weitere Infos dazu findet Ihr in meinem anderen Blog auf www.hotelblogger.de.

Current Mood: weg


Posted by cpachter at 09:32 | Comments (162) | Trackbacks (0)
30 July
2006

Verabschiedung mit Morgenlatte

Ich verabschiede mich schonmal in den Urlaub. Es geht zwar erst übermorgen an die Ostsee, aber bis dahin muss ich noch zwei Nachtdienste im Hotel absolvieren und tagsüber schlafe ich im Grunde nur. Alles, was ich bis zur Abfahrt in den Campingurlaub erleben werde, wird man also hier beim Hotelblogger lesen können!

Den Urlaub habe ich mir redlich verdient. Hinter mir liegt ein besonders anstrengendes Semester, dann die Nachtarbeit und nebenher immer noch von beiden Sachen in zwei separaten Blogs berichten - das schlaucht schon.

Ich überlege sogar, meinen Selbstdarstellungsdrang etwas zu zügeln und eines der beiden Blogs ganz aufzugeben. Wenn, dann würde es wohl dieses hier treffen, denn der Hotelblogger ist seit seiner Einführung vor nicht mal zwei Monaten einfach schon zu gut besucht. Und hier hat ja eh kaum mal wer einen Kommentar abgegeben.

Ich entlasse Euch jetzt also in mindestens eine Woche ohne geistig-schriftliche Ergüsse von mir an dieser Stelle. Als Substitut empfehle ich, ausgiebig auf der Webseite der New Yorker Band Morningwood (zu deutsch: Morgenlatte rumzusurfen. Ein multimediales Erlebnis der Extraklasse! Viele witzige, unterhaltsame Einfälle, technisch brillant umgesetzt. Sogar youtube.com wird in kreativer Weise eingebunden.

Insbesondere empfehle ich den Song Nth Degree, der bei mir bereits nach dem ersten Mal Hören als Ohrwurm im Kopf hängen geblieben ist (und da ist er auch jetzt noch), sowie dieses fantastische Flash-Game! Solltet Ihr Euch das Video zu Nth Degree ansehen, achtet insbesondere mal auf die Sequenz, in der der Bandname Morningwood im Stil der Band Kraftwerk übersetzt wird...

Also, gemessen an Zusammenführung verschiedener Medien, Witz und Originalität sind Morningwood ja wohl cooler als Boss Hoss und Ehrensenf zusammen!

Current Mood: beurlaubt


Posted by cpachter at 17:38 | Comments (247) | Trackbacks (1)
29 July
2006

Hundekacke war gestern....

....heute stinkt's nach Katzenpisse!

Ich finde ja, wenn es draussen regnet, riechen Berliner Straßenbahnen, vor allem die der neuesten Generation, drinnen ganz schön streng nach Katzenpisse!

Ob's an den modernen Sitzbezügen liegt?

Current Mood: geruchsbelästigt


Posted by cpachter at 08:15 | Comments (372) | Trackbacks (1)
28 July
2006

Rückblick auf ebaY

Tja, das mit der ebaY-Auktion meiner zwei Sitzplatz-Tickets fürs Robbie-Williams-Konzert in Köln war ja wohl nix! Gerade mal 172 Euro und 3 Cent hat das Angebot gebracht! Das ist nicht viel.

Nun zeige ich mal, was ich dieses Semester in BWL gelernt habe, und rechne ein bisschen: Gekauft habe ich die Karten ordentlich beim Händler für 80,70 Euro je Stück, also für isngesamt 161,40 EUR. Verkauft habe ich sie jetzt für gerade mal 10,63 Euro mehr. Davon gehen noch 7 Euro Porto ab, die ich für den zugesagten DHL-Expressbrief ausgeben werde. Sind also nur noch 3,63 Euro Gewinn.

Dann hat man sich ja doch auch eine zeitlang an den Rechner gesetzt und eine ansprechende Auktionsseite gebastelt. Diese Arbeitszeit müsste ebenfalls in Geld aufgerechnet werden. Allerdings kann ich diesen kalkulatorischen Unternehmerlohn nicht exakt beziffern.

Dazu kommt Folgendes: Die Karten habe ich im Dezember 2005 gekauft und bezahlt. Hätte ich das Geld nicht ausgegeben, sondern stattdessen auf dem Girokonto liegengelassen, wo es mit 2,5 Prozent verzinst wird, hätte ich damit in den etwas mehr als 7 Monaten, die seitdem vergangen sind, ungefähr 2,35 Euro an Zinsen bekommen. Das sind meine entgangenen kalkulatorischen Zinsen. Verrechnet mit o.g. Gewinn von 3,63 Euro schmälert sich dieser auf nur noch 1,28 Euro!

Und dann habe ich ja noch die ebaY-Gebühren vergessen. Von denen weiss ich gerade gar nicht, wie hoch sie ausfallen werden.

Auf jeden Fall war das Ganze allerhöchstens ein Nullsummenspiel, wahrscheinlich eher mit geringem Verlust behaftet. Das erste Paar Karten derselben Kategorie, das ich gleich im Februar diesen Jahres bei ebaY versteigert habe, ging übrigens für 300,- Euro weg. Das sind fast 130 Euro mehr als jetzt.

Merke fürs nächste Mal: Die Karten nicht bis kurz vorm Konzerttermin behalten in der Annahme, dass dann noch besonders vielen einfällt, dass sie in zwei Wochen ja unbedingt zu dem und dem Konzert wollen! Lieber solange verkaufen, wie der Hype um den Vorverkauf und der Run auf die ersten Karten noch fest im Gedächtnis der Fans sitzen.

Current Mood: verschätzt


Posted by cpachter at 21:40 | Comments (270) | Trackbacks (0)
27 July
2006

Sport ist kein Mord

- er tut einfach nur schweisse-weh!

Wie konnte es eigentlich passieren, dass ich mir gestern auf der Geburtstagsfeier meines Sohnes fast das Handgelenk gebrochen habe? Nun, das kam so:

Mein Sohn hatte seine Wunsch-Fussballschuhe geschenkt bekommen und natürlich sollten die sofort ausprobiert werden. Also sind wir zusammen mit seinem Onkel auf den nächsten Fussballplatz gegangen.

Dort kam es, dass ich irgendwie ziemlich schnell im Tor stand. Vielleicht lag es daran, dass es so heiss war und ich mir dachte, im Tor muss ich wenigstens nicht so viel rennen.

Anfangs war der Job als Torhüter auch echt easy. Der Onkel meines Sohnes (nennen wir ihn der Einfachheit halber meinen Quasi-Schwager, da es kürzer ist, ich mit der Mutter meines Sohnes aber nie verheiratet war) schoss zwar hart, aber stets meilenweit am Tor vorbei. Meinem Sohn, der vor den kraftvollen Bällen meines Quasi-Schwagers ziemliche Angst hatte, sagte ich: "Wenn du nicht getroffen werden willst, dann stell dich einfach zu mir ins Tor. Hier kommt ja nie ein Ball hin."

Wenig später begann das Zielwasser (oder was auch immer) bei meinem Quasi-Schwager aber doch zu wirken und ich hatte einige Bälle abzuwehren. Habe ich auch pflichtschuldig getan. Einer davon war leider zu hart. Weggefaustet habe ich ihn noch, aber in meinem Handgelenk hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Eines weiss ich jetzt: Sport ist kein Mord! Er tut einfach nur scheisse-weh.

Current Mood: ver(handge-)lenkt


Posted by cpachter at 14:23 | Comments (217) | Trackbacks (1)
26 July
2006

Meckern vom Balkon

"Das darf doch wohl nicht wahr sein!" - so tönt es nach nur zwei Minuten von einem Balkon des Hauses, in dem mein Sohn mit seiner Mutter wohnt, als wir dort im Hof seine neuen Fussballschuhe ausprobieren. "Das darf doch wohl nicht wahr sein", denke auch ich mir, "dass jemand heutzutage noch einen so abgedroschenen Spruch wie Das darf doch wohl nicht wahr sein benutzt, um sich über spielende Kinder aufzuregen!"

Wenn es wenigstens mal was Einfallsreiches, Modernes wäre. Sowas wie: "Ey, wir verstehen hier oben ja unsere eigenen Klingeltöne nicht mehr!" Aber sowas?

Anscheinend sitzt der moderne Rentner zu Hause in seinem Kabuff und fühlt sich von ausserplanmäßen Geräuschen bereits nach zwei Minuten derart aus dem Konzept gebracht, dass er nicht mehr seiner Hauptbeschäftigung nachgehen kann: an die Wand starren und Schimpf-Floskeln aus seiner lang zurückliegenden Jugend Revue passieren lassen.

Das darf doch wohl nicht wahr sein!

Current Mood: ausgeschimpft


Posted by cpachter at 15:30 | Comments (220) | Trackbacks (1)

Happy Birthday!

Mein Sohn hat nun Geburtstag und damit endlich die Fussballschuhe bekommen, die ich ihm vorgestern gekauft habe. Was war ich gespannt, ob sie ihm gefallen würden - hatten wir sie am Montag doch nur gemeinsam ausgesucht.

Vorige Woche hatte ich mich schonmal im Internet nach dem richtigen Schuh umgeschaut. Gesucht habe ich dabei das Modell "adidas +F10.6 TRX FG Junior" und ich war etwas geschockt, als ich dies als Suchbegriff bei Google eingegeben hatte. Man schaue sich einmal den dritten Eintrag auf der Ergebnisseite an oder gehe gleich auf diese Page und schaue oben in die Titelleiste seines Browsers: "Wir verkaufen Kinder" steht da! Oh Gott, wer macht denn sowas Schreckliches? Wer verkauft denn Kinder?? Wie krank ist diese Welt? Kinder kauft man nicht, denn dann kann man anschliessend keinen Pharma- oder Kondom-Konzern wegen unzuverlässiger Verhütungsmittel auf Schadenersatz verklagen!

Current Mood: durchblickend


Posted by cpachter at 01:26 | Comments (219) | Trackbacks (1)
25 July
2006

Pure Einbildung

vs. nackte Tatsache

Mein lieber ehemaliger Kollege Hamann weiss auch heute noch um meinen Hang zu nacktem Fleisch und sendet mir deshalb einen speziellen Link. Mein Tipp dazu: wer mit seinem Blog bei www.25peeps.com ganz groß rauskommen möchte, der sollte auch ein Foto einsenden, das viel verspricht, einen aber nur in die falsche Richtung lenkt. Weitere Vorlagen dazu kann man dem Link entnehmen, den mir Hamann geschickt hat.

Da bedanke ich mich doch mal bei ihm mit der ersten wirklich sinnvollen Anwendung im Internet. Die lässt Kinderträume wahr werden! (Und wurde von mir gefunden über das Tour-Blog.)

Current Mood: verknallt


Posted by cpachter at 23:01 | Comments (244) | Trackbacks (1)

Digital Datscha

Endlich mal ein Beitrag in der Kategorie Garten! Der erste seit Eröffnung dieses Blogs.

Die Kategorie hatte ich gleich zu Beginn ins Leben gerufen, wohlweislich, dass ich bereits in meinem alten Tagebuch von vielen schönen Erlebnissen im Garten meines Vaters berichten durfte. Ging es damals aber vor allem darum, wie ich mit meinem Vater und meinem Bruder im Garten geackert, Pflanzen ausgebuddelt und entwurzelt habe, so sind es heute ganz andere Themen, die mir beim Verwandten- und Bekanntentreffen in der Laube über den ohnehin steinigen Weg laufen.

Denn mittlerweile hat jeder in der Kolonie entweder einen Laptop oder mindestens ein multimediafähiges Handy. Und weil schnell herauskommt, dass ich Informatik studiere, werden an mich Fragen herangetragen wie:

  • "Kannst Du von dieser DVD nur die Audiosequenz in eine MP3 wandeln?"

  • "Warum funktionieren meine gebrannten CDs nicht in meiner Stereoanlage?"

oder:
  • "Sag mal, wie bekomme ich eigentlich die Verkleidung von meinem Handy ab, um mal die Speicherkarte rausnehmen zu können?"

Letzteres sollte nicht unbedingt der klassische Arbeitsbereich eines Informatikers sein.

Die Sache mit der Audiospur-Konvertierung ist noch das Interessanteste. Die DVD ist nämlich eine Eigenproduktion des Sohnes einer Gartennachbarin, die heute auch dabei ist. Okay, bis hierhin schon nicht ganz einfach, noch mitzukommen. Der Sohn, Alex David, hat seit kurzer Zeit eine Band namens Jandtee und war zudem auserwählt, gestern mit Robbie Williams Fussball zu spielen! Okay, das durften auch noch einige andere, die vom Radiosender Fritz dazu auserkoren waren. Aber er, Alex (David?) war derjenige, der nach Spielende sein Trikot ausgerechnet mit Robbie tauschen durfte! Wenn das nix ist. Bei ebaY versteigert gibt das bestimmt genug Geld für einen schönen Sommerurlaub.

Leider habe ich in den Online-Ausgaben von BILD und BZ keine Fotos dieser Tauschaktion gefunden; in den Print-Ausgaben vom Kiosk existierten sie aber. Schon merkwürdig.

Das Shirt wird David (Alex?) aber nicht für ebaY hergeben, weil er, wie bereits erwähnt, selber Musiker ist. Wobei seine Musik wie eine Mischung aus dem frühen Oli.P, Falcos "Jeanny" und der legendären *hust* Band Spektacoolär klingt. Letztere hatten ja einen ganz großen Hit mit "Sie ist meine Schwester und hat ein Messer", wovon man den kompletten Text noch einmal hier nachlesen kann. Übrigens mit einem Anhang, der endlich den geheimen Slang der Strassenkids entschlüsselt. Wer wusste schon, dass Penne Schule heisst, auf allen Vieren für kriechen steht oder streng genommen übersetzt "in Wirklichkeit" bedeutet?!

Die DVD, die ich zum Audio-Dekodieren bekomme, ist ziemlich gut und professionell produziert. Das Video sauber gedreht, moderne Schnitttechnik, trendige Bilder, perfekter Sound. Umso mehr frage ich mich, warum Alex David seiner Mutti nicht gleich auch eine MP3-Datei zusammenschneiden konnte, die sie dann endlich als Klingelton auf ihr Handy packen kann? Als Rache für soviel Dis-Respekt vor die eigene Mudda überlege ich, ob ich sein Video einfach bei youtube.com reinstellen sollte. Bis ich bemerke, dass den Song bereits ein ähnliches Schicksal ereignet hat: es gibt ihn hier auf www.myspace.com!

Im Grunde war ich ohnehin nur im Garten, um zu testen, ob die neuen weissen T-Shirts, die ich mir gestern gekauft habe, Schweissflecken tatsächlich weniger augenscheinlich machen als bunte Oberbekleidung.

Current Mood: kleingegärtnert


Posted by cpachter at 20:38 | Comments (660) | Trackbacks (0)

Robbie Williams am 9.8. live in Köln

- und ich habe noch zwei Sitzplatz-Tickets!

Vielleicht verstösst es gegen jedwede Blogger-Etikette, aber ich möchte mal darauf hinweisen, dass ich hier bei ebaY zwei Tickets für das Robbie-Williams-Konzert am 9.8.2006 auf den Kölner Jahnwiesen anbiete. Übrigens zwei Sitzplätze direkt nebeneinander. Die Auktion endet am kommenden Freitag, 28.07.2006, um 21:15 Uhr.

Wo ich schon beim Werbung-Machen bin: Da ich nächste Woche ein paar Tage an der Ostsee bin, habe ich für mein anderes Blog www.hotelblogger.de einen Gastbeitrag-Aufruf gestartet. Wer schonmal etwas in einem Hotel erlebt hat, von dem er unbedingt berichten möchte oder wovon er glaubt, dass es ein großes Publikum interessiert, der kann mir seine Geschichte gerne per E-Mail schicken. Geschieht das bis zum 31.7., wird die Story wahrscheinlich sogar noch in der ersten August-Woche in meinem Zweitblog veröffentlicht werden.

Die noch einzurichtende Gastbeitrag-Kategorie wird aber auch danach für neue Geschichten offen sein. Sie soll fester Bestandteil des Hotelbloggers werden. Wie ein Hotel gebe ich quasi fremden Geschichten Obdach.

Die Idee dazu kommt vom Taxiblogger.

Current Mood: cross promoted


Posted by cpachter at 02:41 | Comments (803) | Trackbacks (0)
24 July
2006

Fernsehen ist gruselig

Abends erklärt mir mein Sohn schnell mal, worum es in der Pro7-Mystery-Serie Surface geht: "Um Monster unter Wasser".

Oder anders: eine Kindergartengruppe zu Besuch im Schwimmbad.

Current Mood: medienkompetent


Posted by cpachter at 21:30 | Comments (704) | Trackbacks (0)

Mission Impossible

Der Auftrag für den heutigen Tag lautet: genau den Schuh finden, den sich mein Sohn zu seinem Geburtstag übermorgen wünscht.

Teenager sind sehr unumgänglich, was Fussball- oder andere Sportschuhe abgeht. Es muss exakt die Marke und das Modell sein, und zwar genau in der Farbe, die sie sich wünschen! Kauft man etwas, das "doch aber genau das Gleiche" ist, sind sie totunglücklich. Und anstatt die Geburtstagstorte anzuschneiden, rammen sie das Messer, das dafür bereit liegt, ihren Eltern direkt in den Hals.

Also machen wir uns heute auf den Weg, alle möglichen Läden in Berlin abzuklappern. Mein Sohn wünscht den Adidas-Fussballschuh +F10 TRX TF J, und zwar in weiss mit hellblauen Streifen. Mal abgesehen davon, dass ich diese Farbkombination recht merkwürdig finde und selber den Schuh in rot oder blau viel cooler finde, habe ich mich vergangene Woche schon auf die Suche gemacht und ihn nirgends in der gewünschten Ausführung gefunden. Selbst im Internet habe ich nur einen einzigen Laden ausfindig machen können, der exakt dieses Modell zuschicken könnte.

Unser Hauptanziehungspunkt für die Beschaffung dieser heissen Sohle ist daher der Adidas-Laden am Berliner Tauentzien, in dem das Unternehmen auf drei Etagen nahezu seine gesamte Produktpalette präsentiert. Seine "gesamte Produktpalette"? Nein, nur ein einziger Schuh wehrt sich auch dort, dem kaufbereiten Konsumentenvolk zur Verfügung zu stehen.

Umso besser, dass mein Sohn in dem Geschäft feststellt, dass er die schwarze Variante noch viel cooler findet. He, und ich habe ihm dabei nicht übel zugeredet! Sowas machen genervte Papas zwar, aber ich nicht. Ich hätte den gewünschten Schuh ja immer noch im Internet bestellen können.

Die richtige Größe hätten wir dann auch gewusst, denn wenigstens das Anprobieren hätten wir bis dahin in dem Adidas-Store hinter uns gebracht. Die Leute da freuen sich bestimmt, wenn man ihre Dienstleistung in Anspruch nimmt, um den passenden Artikel anschliessend in einem Internet-Shop zu bestellen.

Current Mood: väterlich


Posted by cpachter at 18:38 | Comments (616) | Trackbacks (1)

Dings

- heiss!

Es gibt derzeit zwei Dinge in meinem Leben, die sich eklatant widersprechen: die grobe Hitze und dass ich diesen Monat noch so viele Frei-SMS übrig habe.

Deshalb schreibe ich heute einfach wahllos ein paar Bekannte an und erkundige mich, wie es ihnen geht und was sie so machen. Da ich mich bei den hohen Temperaturen aber nicht mehr entsinnen kann, wer aktuell was mit welchem grösseren Projekt beschäftigt ist (ich weiss aber, dass eigentlich alle gerade einschneidende Aufgaben hinter sich bringen), stelle ich per Kurzmitteilung so clevere Fragen wie: "Hallo, wie geht's? Was macht Deine Dings?"

Dings ist dabei ein beliebiger Platzhalter für Dissertation, Jobsuche oder bei einer befreundeten Medizinerin halt ihre - na, wie hiess das noch? Dings halt!

Current Mood: gedingst


Posted by cpachter at 16:08 | Comments (629) | Trackbacks (1)
23 July
2006

Bicycle killed the video star

Als ich morgens um sieben Uhr von der Arbeit nach Hause fahre, wundere ich mich noch, warum die Leipziger Straße von der Friedrichstraße bis zum Spittelmarkt abgesperrt ist. Der Christopher Street Day war doch gestern und heute finden sicher keine Umzüge mehr statt.

Es hindert mich aber auch keiner der privaten Security-Leute daran, mit meinem Fahrrad an allen Absperrungen herumzufahren und die komplett leere Straße für mich allein zu haben. Naja, nicht für mich ganz allein, denn irgendwann kommt mir auf der gegenüber liegenden Fahrbahnseite ein Pickup-Truck mit Kameraaufbauten entgegen. Dahinter fährt ein Wagen, der offensichtlich gefilmt wird. An der nächsten Kreuzung höre ich dann nur noch, wie ein Mitglied der Filmcrew in sein Funkgerät spricht: "Ja, wir müssen das nochmal drehen. Der Fahrradfahrer war im Bild."

Tja, hätte sich das Sicherheitspersonal mal mehr auf seine eigentliche Aufgabe konzentriert, anstatt ausgiebig das bereit gestellte Catering zu inspizieren.

Current Mood: ins Bild gerückt


Posted by cpachter at 08:15 | Comments (258) | Trackbacks (1)
22 July
2006

Mobiles Haushaltsgerät

Unsere Waschmaschine macht mir etwas Sorgen. Sie ist zwar alt, aber nicht gebrechlich. Manchmal, wenn sie in den Schleudergang wechselt, fabriziert sie richtige Freudensprünge. Vielleicht hat sie irgendeine Unwucht oder es liegt daran, dass man durch falsche Befüllung der Trommel eine Unwucht erzeugen kann, aber auf jeden Fall springt sie immer öfter gut einen halben Meter durchs Badezimmer. Sie könnte bestimmt auch weiter, aber das Stromkabel lässt das nicht zu.

Leider erzeugt sie dabei einen Heidenlärm, als würde in unserer Wohnung gerade eine Bombe detonieren. Ausserdem sehe ich schon immer das Horrorszenario, dass der Fussboden einer hüpfenden 100-Kilo-Maschine irgendwann nicht mehr standhält und zu den Nachbarn unter uns durchbricht.

Meistens beruhigt sich die Maschine nach ein oder zwei Hüpfern. Aber als ich gestern ganz dringend mein weisses Hemd für den Nachtdienst waschen musste, fing sie sich gar nicht mehr ein und machte bestimmt zwei Minuten lang richtig Terz. Ich konnte ihren Tanz nur unterbrechen, indem ich ihren Ausschalt-Knopf betätigte. Den zu drücken ist zugegebenermaßen nicht einfach, wenn er sich an einer wildgewordenen 100-Kilo-Furie befindet, die einem auch auf den Fuß springen und den dabei locker zertrümmern kann.

Current Mood: ungewaschen


Posted by cpachter at 14:19 | Comments (205) | Trackbacks (1)
21 July
2006

Oft kopiert

- Note 1,0 erreicht

Neben der Präsentation unseres 3D-Filmes, den wir bis heute Morgen um vier Uhr gerendert haben, steht auch noch eine letzte Klausur in diesem Semester an (meine zweite überhaupt erst in diesem Halbjahr, da ich drei Klausuren erst am Ende der vorlesungsfreien Zeit (aka. Semesterferien) im Zweittermin mitschreiben werde).

Geprüft werden unsere praktischen Programmierkenntnisse in Java OpenGL (JOGL). Wir werden vor PCs unserer Fachhochschule gesetzt und müssen dort mindestens eine von sechs Programmieraufgaben lösen, um die Klausur zu bestehen. Wer vier dieser Teilaufgaben löst, bekommt eine 1,0. Wer mehr als vier Aufgaben fertig bekommt, kann sich und seinem Ego einen runterholen.

Leider konnten weder meine Kommilitonin noch ich gestern für diese praktische Klausur lernen, da wir ja bis vier Uhr morgens mit unserem 3D-Projekt beschäftigt waren. Trotzdem schaffen wir es beide, aus dem Stegreif eine 1,0 zu schreiben!

Wie konnte das passieren? Nun, das liegt in der Struktur dieser praktischen Klausur begründet. Über das Semester hinweg haben wir in den Übungsstunden zu diesem Fach vor allem ein 3D-Sonnensystem mit verschiedenen Lichtquellen, Farben und Texturen programmiert. Die Klausur war im Grunde nur eine Abfrage der hier erzeugten Programmteile. Zudem durften wir in dieser Prüfung so arbeiten, wie es auch in einem richtigen Informatiker-Job der Fall wäre. D.h. es waren wieder alle Hilfsmittel erlaubt. Wir konnten das Internet benutzen (z.B. für Online-Dokumentationen, aber auch, um uns per ICQ oder E-Mail den fertigen Code anderer Kommilitonen zuschicken zu lassen), Bücher und Mitschriften en masse mitbringen und eben auch den fertigen Programmcode, den wir bisher in den Übungsstunden erzeugt hatten.

Man konnte diese Klausur also auf zwei Arten bestehen. Entweder man war ein so gewiefter Freak, dass man den richtigen Code auf Anhieb aus dem Eff-Eff runterprogrammiert, oder man wusste einfach, wo das Richtige steht. Man hätte die Prüfung aber, auch wenn alle Hilfsmittel erlaubt waren, im niemals bestanden, wenn man sich noch nie mit JOGL beschäftigt hatte. Die Prüfungszeit hätte nicht gereicht, um sich quasi von Null in JOGL einzuarbeiten.

Am meisten belohnt wurden natürlich diejenigen, die regelmässig in den Übungsstunden dagewesen waren. Den dort erzeugten Programmcode konnte man, sofern man sich darin auskannte oder ihn ordentlich dokumentiert bzw. strukturiert hatte, quasi als eigene Programmierbibliothek benutzen. Auf gut deutsch: per Copy and Paste die richtigen Zeilen Code in sein Klausurprogramm übertragen.

Genau Letzteres habe ich getan. Ich habe z.T. nicht wirklich verstanden, was ich da in der Klausur abgegeben habe. Aber meine 1,0 hatte ich so schnell weg, dass ich den Rest der Zeit die neuesten Kommentare in meinem Zweitblog studiert und beantwortet habe.

Current Mood: gemeistert


Posted by cpachter at 15:38 | Comments (200) | Trackbacks (1)
20 July
2006

Augenränder vom Augen-Rendern

Ein letztes großes Projekt für das morgen endende Semester steht an: wir müssen einen weiteren kurzen 3D-Film herstellen. Modelliert ist alles. Meine Kommilitonin hat ein etwas gruseliges Zimmer kreiert und der coole Abschluss-Effekt ist ein Paar rot leuchtender Augen, die bereits unter dem Bett warten. Für heute stehen nur noch die Kamerafahrt durch diesen Raum an und das Rendern der fertigen Animation.

Sagte ich "nur noch"? Ja, sagte ich. Was frage ich da doof?

Das Problem ist, dass unsere Animationssequenz aus gut 960 Einzel-Frames besteht (entspricht bei einer Rate von 25 Frames pro Sekunde einem fertigen Film von fast 40 Sekunden Länge) und das Rendern eines einzigen Frames zu einem fertigen Bild in einer PAL-Auflösung von 760 mal 576 Pixeln schon gut 20 Sekunden dauert. Jedenfalls auf dem "großen" Desktop-PC meiner Kommilitonin, bei der wir rendern. Das macht....Moment....eine Gesamt-Renderzeit von....naja, wir haben heute um 20 Uhr angefangen und werden voraussichtlich gegen halb ein Uhr nachts fertig sein.

Aber auch diese Schätzung ist leider noch zu optimistisch. Denn die gemessenen 20 Sekunden Renderzeit je Frame gelten nur für solche Animationssequenzen, in denen ausser der Kamerafahrt nichts weiter passiert. Wir haben aber auch noch Szenen, in denen eine Gardine im Wind weht - da hat der Computer mal richtig seine Freude dran! Die Gardine besteht nämlich aus vielen einzelnen Fäden (in Alias Maya: Haaren), die alle einzeln berechnet werden müssen, und das pro Bild. Hier braucht selbst der Desktop-PC mit einem 3-GHz-Prozessor und einem Gigabyte Arbeitsspeicher 40 Sekunden je Frame.

Zum Glück erhalten wir Schützenhilfe von Verwandten und Bekannten, die uns kurzfristig weitere Laptops zur Verfügung stellen. Die Renderzeiten sind darauf aber nochmal sehr unterschiedlich: ein relativ moderner Laptop mit Windows XP rendert uns fast 100 Frames innerhalb einer Stunde, ein neuer Apple-Mac mit Intel-Prozessor hingegen schafft in 60 Minuten gerade mal 30 Frames - und zwar solche der unaufwändigen Art!

Ich darf schonmal vorweggreifen: tatsächlich sind wir erst um vier Uhr fertig. Das schliesst dann aber schon das Rendern der Einzelbilder zu einem Film im Apple-Quicktime-Format (.mov-Datei) in Adobe After Effects mit ein.

Current Mood: gerä(n)dert


Posted by cpachter at 23:59 | Comments (176) | Trackbacks (1)
19 July
2006

...und danke für den Fisch!

Als Ausgleich für meinen Faux-Pas gegenüber Kopftuchträgerinnen, für den ich schon ordentlich Schelte bezogen habe, stelle ich mich heute Abend wenigstens mal auf die Seite meiner bosnischen Nachbarn.

Alles beginnt, als ich gegen 20 Uhr Geschrei aus unserem Innenhof höre. Anscheinend regt sich irgendjemand über irgendwas auf. Unsere bosnischen Nachbarn, eine ca. 800köpfige Familie, grillen mal wieder, was ich okay finde. Aber der Ton, der ihnen dabei entgegen schlägt, wird immer feindseliger. Deshalb beschließe ich, vorsorglich mal aus dem Fenster nach dem Rechten zu sehen, damit da unten nicht irgendwas in Richtung Gewalt eskaliert.

"Nach dem Rechten sehen" trifft es ganz gut, denn auf der anderen Seite des Zaunes zum Nachbargrundstück steht ein Mann und keift unserer bosnischen Familie stupide Floskeln entgegen. Reiner Streit ums Grillen wäre okay, denn die Bosnier sind auch schon groß und können sich wehren. Aber Sprüche wie "Du lässt mich erstmal ausreden, wir sind hier in meiner Heimat" und Ärgeres will ich nicht mal als Deutscher mitanhören müssen.

Also schnappe ich mir drei leere Tetra-Paks und begebe ich mich in den Hof, um meinen Müll wegzuschmeissen. Auf dem Weg zur Gelben Tonne frage ich den Herrn auf der anderen Seite des Zaunes gespielt beiläufig, warum er denn hier so rumbrülle und was überhaupt los sei. Er erklärt mir, dass er den Bosniern schon mehrmals gesagt habe, dass sie mit dem Grillen aufhören sollen, weil das verboten sei, Unruhe und Gestank bringe etc.

Das Lustige an der Sache ist, dass dieser Mann momentan der Einzige ist, der Ruhe und Ordnung in der Nachbarschaft stört. Ich erkläre ihm, dass sein Gezänk und Geplärr der Grund gewesen sind, weshalb ich im vierten Stock auf die Vorgänge im Hof aufmerksam geworden bin, und dass ich mich nur von ihm belästigt fühle.

Das Gespräch bleibt aber freundlich. Schlussendlich stellt sich heraus, dass er überhaupt nichts dagegen hat, dass in unserem Hof gegrillt wird. Nur die Art missfalle ihm, denn unsere Bosnier entzünden ihr Feuer immer mit Hilfe von noch feuchtem Holz, was für furchtbar viel Rauch und Gestank sorgt. Der ziehe dann bei ihm in die Wohnung und er müsse, um dem zu entgehen, die Fenster schliessen. Darauf habe er bei 38 Grad Aussentemperatur aber keinen Bock.

Er erklärt sich sogar bereit, beim nächsten Mal zu den Bosniern dazuzustoßen und ihnen zu zeigen, wie man ein Grillfeuer mit Spiritus und Grillanzünder auch rauchfrei entfachen könne; heute habe er dafür keine Zeit, da er Besuch habe.

Also alles rechte, unnötige Gepöbel dahin. Ich setze mich noch ein wenig zu meinen bosnischen Nachbarn und werde zu Rotwein und gegrilltem Fisch eingeladen. Das ist mir, auch auf Dauer gesehen, nicht unrecht. Bisher habe ich, der notorisch arme Student, mich immer bei meinen Nachbarn aus der Wohnung direkt gegenüber durchgefuttert. Aber seit die Umzugspläne hegen, muss ich mich halt neu orientieren und andere gastfreundliche Nahrungsquellen auftun.

Current Mood: gefüttert


Posted by cpachter at 22:38 | Comments (194) | Trackbacks (1)
18 July
2006

Woher ich mein Wissen beziehe

- was vielleicht Einiges erklärt

Ich erinnere mich mal wieder an die wunderbare Welt der Stupidedia.org. Meine derzeitigen Lieblingsartikel sind die zu den Stichwörtern



Current Mood: wissbegierig


Posted by cpachter at 20:28 | Comments (130) | Trackbacks (0)
17 July
2006

Meine 1. Klausur dieses Semester

- und wie ich mich darauf vorbereitet habe

Ich habe die erste praktische Klausur meines Lebens hinter mich gebracht. D.h. ich habe an einem PC meiner Fachhochschule gesessen und musste dort eine Programmieraufgabe lösen. Eine Stunde Zeit hatten wir, um mit einem 3D-Modellierungs-Tool unserer Wahl einen Lego-Stein nachzubauen, den uns der Dozent als Fotografie vorgegeben hatte.

Bei dieser Klausur waren alle Hilfsmittel erlaubt: Internetanschluss, Webseiten, Tutorials, integrierte Hilfen der benutzten Programme, ICQ, E-Mail - einfach alles! Sogar der Dozent durfte benutzt werden. Der ging nämlich irgendwann auf eine neben mir sitzende Kommilitonin zu und sagte: "Sie wissen nicht, wie man Kanten abrundet? Naja, da ja alle Hilfsmittel erlaubt sind, bin ich jetzt einfach mal Ihr Hilfsmittel. Ich zeige Ihnen das mal...." Klick, klick, klick - fertig.

Später ging es dann sogar so weit, dass wir von unseren Plätzen aufgestanden sind, um anderen Kommilitonen direkt zu helfen, wenn sie z.B. Probleme beim Rendern hatten oder Ähnliches.

Da ich schon geahnt habe, dass diese Klausur im eher lockeren Stil über die Bühne gehen würde, habe ich mich darauf vergangene Nacht vor allem vorbereitet, indem ich morgens um halb vier auf Pro7 die Wiederholung von Herrschaft des Feuers gesehen habe. Diesen Film über entfesselte Drachen, die die menschliche Zivilisation verwüsten, wollte ich schon immer mal sehen.

An solchen Endzeitfilmen finde ich immer interessant, dass zwar Nahrung ein immenses Problem ist (weil knapp und nur unter extrem gefährlichen Umständen zu beschaffen), Autos fahren aber immer noch in Massen rum. Klar, die Infrastrukturen sind komplett zusammengebrochen, aber Benzin und Ersatzteile gibt es anscheinend immer noch an der Tankstelle um die Ecke. Warum man sich da dann nicht auch gleich ein paar Schokoriegel kauft, anstatt wegen ein paar kümmerlicher Tomaten auf dem Feld sein Leben zu riskieren, ich weiss es nicht.

Filmemacher sind wohl der Meinung, das Auto sei die Kakerlake unter den Maschinen - es wird immer überleben! Ich glaube eher, das Automobil ist so ziemlich die erste Maschine, auf die man bei einer Katastrophe globalen Ausmasses verzichten muss. Man denke an die vielen Bilder aus Kriegszeiten, wo Autokarosserien nur noch sinnvoll waren, wenn man ein Pferd zum Davorspannen hatte.

Current Mood: Der Zukunft zugewandt


Posted by cpachter at 15:28 | Comments (209) | Trackbacks (0)
16 July
2006

Nur kurz zwischendrin....

Heute befinde ich mich am Ende von zwei Nachtdiensten und morgen muss ich eine Klausur schreiben. Deshalb schlafe ich erstmal aus und werde den Rest des Tages mit Lernen verbringen. Ein bisschen Zeit zum Surfen bleibt aber immer und so präsentiere ich meine fünf Lieblingslinks vom heutigen Tag:

Auch schön finde ich die Domain-Bewertungsseite www.adressio.de. Interessant wirds, wenn man die Domain www.adressio.de selbst bewerten lässt.

Current Mood: ungeprüft


Posted by cpachter at 16:38 | Comments (170) | Trackbacks (0)



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