Mozart tot, Johannes Rau tot
Vor 250 Jahren wurde Wolfgang Amadeus Mozart geboren, deshalb beginnt heute offiziell das
Mozart-Jahr 2006.
Zu diesem Anlass kaufe ich mir bei ALDI gleich mal eine Packung Mozartkugeln. Ich
wollte auch irgendwas kaufen, weil Johannes Rau heute Morgen gestorben ist, aber
ich wusste nicht, was. Vielleicht Raufasertapete?
Da ausser diesem grandiosen Kalauer heute kaum etwas passiert ist, möchte ich noch drei
Bilder präsentieren, die ich in den letzten Tagen als Impressionen aus der etwas wirren
Stadt Köln gesammelt habe. Los geht's...
Zuerst war da dieses Schild in einem Parkhaus, das einen über die Preise zum Einstellen
seines Autos unterrichtet:
Es hätte auch gereicht zu schreiben: "2,20 € je Stunde, 24 Stunden
15 €". Aber dann wäre das Schild ja viel zu klein geworden und man würde
es womöglich übersehen.
Nächste grandiose Erfindung: der Kassencomputer am Popcorn-Stand eines Kinos an den
Kölner Ringen. Hier bekommt jeder Verbraucher nicht nur vom Personal gesagt, wieviel
er für die erstandenen Waren löhnen muss, sondern kann diesen Betrag
auch noch von einem extra in seine Richtung gedrehten Bildschirm ablesen. Vorausgesetzt,
er findet auf dem 17-Zoll-Display die ganz kleine Zeichenfolge links oben in dem weissen
Streifen. Der Rest des Monitors muss schliesslich frei bleiben für die blaue
Fläche - die soll sicher die wartende Menge beruhigen und ist daher sehr wichtig!
Heute habe ich dann auch festgestellt, dass Köln über dreieckige Gullideckel
verfügt:
Nun kann man sich überlegen, was der Grund dieser Formgebung ist. Hängen die
Kölner mit den Amis unter einer Decke, die auf ihren Dollar-Scheinen Pyramiden
abbilden? Oder ist das eine Art Protest gegen die Amis: Geld stinkt, Gullideckel
auch, also lasst uns beiden dreieckige Formen geben!?
Eventuell fungieren die Gullis zusätzlich auch einfach noch als Wegweiser - und zeigen
einem die Richtung zur nächsten Stunk-Sitzung (so nennt man hier die Karnevalssitzungen,
habe ich gelernt).
Am wahrscheinlichsten ist, dass hinter dieser ungewöhnlichen Form ein depperter
Handwerker steht, der sich verhört oder verlesen hat. Überliefert ist, dass der
Rat der Stadt Köln, der die Kanalisation hat bauen lassen, verlauten ließ:
"Unsere Gullideckel werden massiv und sie werden dreckig!" Wie leicht rutscht
einem da ein zusätzliches 'ie' in die Pupille und man liest dreieckig
statt dreckig!?


