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Sonntag, 1. Juni 2003
Also, die Sonntags-FAZ ist wirklich Scheiße. Kein Artikel
schafft es, mich auf Anhieb zu fesseln. Ich bleib doch bei
meiner ZEIT.
Dienstag, 3. Juni 2003
Boah, ist das heiß. Es ist so heiß dass ich vor
meiner Waschmaschine stehe und die 30-Grad-Wäsche beneide.
In 30 Grad warmem Wasser liegen, das muss jetzt ideal sein.
Mittwoch, 4. Juni 2003
Neapolitaner-Waffeln, ich liebe sie. Sie erinnern mich immer
so an Skireisen mit der Schule, wo man morgens ein
Vesperpäckchen mit Almdudler und Neapolitaner-Waffeln
mitbekam.
Aber warum haben die Waffeln auf der Oberseite ein ganz anderes
Muster als auf der anderen Seite? (Was ist überhaupt Ober-,
was Unterseite?) Steckt da eine tiefere Bedeutung hinter, dass
die Karos auf der einen Seite gerade, auf der anderen schräg
aufgedruckt sind? Oder hat das irgendeinen ganz simplen
produktionstechnischen Hintergrund, der sich uns erst
erschließen wird, wenn die Waffeln endlich einmal Thema
einer "Sendung mit der Maus"-Episode sein werden?
Donnerstag, 5. Juni 2003
Jetzt ist Möllemann tot. Und es ist noch immer so heiß,
so unerträglich heiß, daß ich mir einfach nur ein
paar blöde Pointen dazu erlaube, im Folgenden lieblos
aneinander gereiht:
- Jürgen W. Möllemann - der tiefe Fall eines
Politikers.
- Er hinterläßt eine Frau und drei Töchter - und
ein ziemlich großes Aufschlagloch im Rasen.
- Da hat der Fallschirm seine Bezeichnung wohl zu wörtlich
genommen.
Aber die lustigsten Kommentare schreibt wie immer das Leben selbst. Mir
gefällt am besten die Einschätzung des FDP-Politikers
Wolfgang Kubicki zu der Frage, ob es sich eventuell um einen Freitod
gehandelt hat, nachzulesen
hier auf spiegel.de:
Wenn sich Möllemann zu einem Freitod entschlossen habe,
"dann war dies eine Entscheidung aus heiterem Himmel."
Sozusagen.
-
Mein Vater verlangt nach meinem Bruder und mir, wir sollen eine
Betonplatte aus seinem Garten entfernen. Klingt nach einer lustigen
Aufgabe. Gartenarbeit steht bei mir gleich auf Platz 2 in der
Liste beliebtester Tätigkeiten, direkt nach Wohnungsumzügen.
Natürlich hatte ich wieder meine Kamera dabei. Die Ergebnisse
davon gibt es wie immer in einer eigenen
Fotostrecke.
Sonntag, 15. Juni 2003
Heute glaube ich einen Moment, ich hätte die Fernbedienung
für meinen Fernseher mitgewaschen. Auf solche Gedanken kommt man,
wenn auf der Couch liegt, seine Fernbedienung so gar nicht mehr
wiederfindet und gerade ein paar Minuten zuvor die Waschmaschine
angemacht hat. Hat sich dann aber glücklicherweise
herausgestellt, daß ich das nicht getan habe.
Schon der dritte Sonntag in Folge, wo ich mich nicht am
Riemen reißen kann und die Sonntags-FAZ kaufe. Obwohl
ich an den beiden Wochenenden zuvor so enttäuscht wurde.
Und alles nur wegen dem Niggemeier.
Aber diesmal ist das Blatt richtig angenehm lesbar. Und ich
genieße den Feuilleton-Teil (mußte ich schreiben, weil
ich mal wissen wollte, ob ich das Wort "Feuilleton" auf Anhieb ohne
Vorlage richtig buchstabieren kann) bei einem Eis im Volkspark
Friedrichshain. Auf meinem Weg dahin beantwortet ein
Straßenschild eine seit langem gestellte Frage der
Menschheit: wenn Thüringen und Syrien eines Tages mal eine
Länderfusion wagen, wie heiß das dann entstehende Land?
Genau:
SYRINGEN
Ach ja, Syrien und Thüringen. Zwei Länder, wie sie
unterschiedlicher nicht sein könnten. Das eine jahrzehntelang
von einem eigennützigen Diktator geknechtet und ausgeraubt,
in einer öden Wüstengegend gelegen, von Armut und kultureller
Isolation geprägt. Auf der anderen Seite Syrien.
Da fällt mir ein, daß ich eigentlich nur drei
Pointenschablonen kenne. Das war eine davon.
Andere Straßenschilder wieder reißen neue Fragen
auf:
Was Löckchen sind, weiß ich. Aber wer ist diese "Maig"?
Und wenn die Schäden eh wieder weggehen, warum hängt man
dann ein Schild an?
Mittwoch, 9. Juni 2003
Donnerstag, 10. Juni 2003
Mittwoch, 16. Juni 2003
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Donnerstag, 19.Juni 2003
Seinen Kaffee türkisch trinken - was
heißt das eigentlich? Soll das bedeuten,
daß man dabei immer flucht: "Alter, is der
heiß ich schwöre, ey Alter" ??
Ich begehe heute den Fehler, mir von einer Bekannten
die Haare schneiden zu lassen. Also, ich meine eine,
die keine Frisörin ist oder sowas. Im Ansatz
macht sie das zwar ganz schön und die Frisur, die
dabei rauskommt, sieht auch erstrebenswert aus.
Aber es sind eben doch ein paar fiese Löcher drin.
Also werde ich wohl morgen gleich zu einem richtigen Friseur
gehen müssen. Na, das hasse ich ja. Wenn man dann da
sitzt und der Friseur einen fragt: "Da haben Sie wohl selbst
dran rumgeschnitten, was?!" Da fühle ich mich immer so
ertappt, wie ein kleiner Junge, der in seine Hausaufgaben
vergessen hat. Ich kann mir ja jetzt schonmal eine passende
Ausrede ausdenken. Eine, die den Friseur schnell zu peinlichem
Verstummen bringt. Sowas wie: "Ja wissen Sie, ich habe bis
gestern noch ein Kopftuch getragen. Denn ich bin erst vor
kurzem am Kopf operiert worden, wegen eines Tumors. Und da
mußte mir das Krankenhauspersonal natürlich vorher
den Kopf rasieren, wegen der Operationsstelle. Tut mir leid,
daß die dabei ein bißchen gepfuscht haben, was
Ihre Ansprüche angeht."
Dann ist glaube ich erstmal Ruhe.
Schön war auch der folgende Dialog, der sich während
des Haareschneides bei meiner Bekannten ergab. Da hatte sie
irgendwann zu viele Haare von mir an dem Kamm, den sie benutzt hat,
und wollte die über dem Toilettenbecken abschütteln.
Damit die gleich so ins Klo fallen und weggespült werden
können. Kommt sie aber beim Schütteln natürlich mit
dem Kamm an den Rand vom Klobecken. "Iiih", sage ich, "damit
willst Du mir jetzt noch in die Haare gehen??" Sagt sie:
"Ach, ist doch nicht schlimm, hab ich doch grad vorhin frisch
geputzt!"
Ich: "Was, den Kamm? Na, ist ja beruhigend, dann ist ja das
Klo wenigstens nicht schmutzig geworden."
Naja, muß man wohl dabei gewesen sein.
Samstag, 19. Juni 2003
Montag, 18. Juni 2003
Dienstag, 19. Juni 2003
Mittwoch, 20. Juni 2003
Donnerstag, 21. Juni 2003
Freitag, 22. Juni 2003
Samstag, 23. Juni 2003
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